Temperatur & Druck – was du beachten musst
Temperatur und CO₂-Druck müssen zusammenpassen. Ziel ist: ruhiger Ausschank, stabile Schaumkrone, Geschmack wie geplant.
Was zuerst?
Temperatur stabil einstellen (Kühlung/Leitungen)
Dann CO₂-Druck einstellen
Danach Feintuning je nach Leitungslänge, Höhenunterschied und Biersorte
Wichtige Regeln
Zu warm + zu hoher Druck → starkes Schäumen
Zu kalt + zu niedriger Druck → Bier wirkt schal / „flach“
Druck schwankt → Ausschank unruhig (häufig CO₂-Flasche/Regler/Leck)
Richtwerte Temperatur → CO₂-Druck (Startwerte)
Gilt als praxistauglicher Startwert für typische Bier-Schankanlagen (Standard-Biere). Danach fein anpassen.
Biertemperatur (°C)
CO₂-Druck am Druckminderer (bar, ca.)
4 °C - 0,8–1,0 bar
5 °C - 0,9–1,1 bar
6 °C - 1,0–1,2 bar
7 °C - 1,1–1,3 bar
8 °C - 1,2–1,4 bar
9 °C - 1,3–1,5 bar
10 °C - 1,4–1,6 bar
Merksatz: pro +2 °C Temperatur brauchst du meist ca. +0,2 bar mehr.
Korrekturwerte
Leitungslänge
+0,1 bar je +5 m Leitung (grobe Praxisregel)
Höhenunterschied
+0,1 bar je +1 m Höhenunterschied (Fass tiefer als Zapfhahn → mehr nötig)
Wenn’s schäumt oder zu langsam läuft:
Schäumt stark: Temperatur prüfen, dann Druck in 0,1-bar-Schritten senken
Läuft zu langsam: CO₂-Versorgung/Druck prüfen, Leitung/Anstich checken